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Craniosacrale Therapie

Was ist Craniosacrale Therapie?

 

Craniosacrale Therapie (CST) ist eine sanfte manuelle Methode, bei der Spannungen tief im Körper gelöst werden, um Schmerzen und Funktionsstörungen zu lindern sowie die Gesundheit und Leistungsfähigkeit des gesamten Körpers zu verbessern. Der Schwerpunkt liegt darauf, die im Körper und Geist eingeschlossenen Kräfte zu lösen, die krankheitsbedingte Muster und innere FRagmentierung verursachen und aufrechterhalten. Durch die Entwicklung feinfühliger palpatorischer (tastender) Fähigkeiten kann der / die Therapeut*in die "Geschichte" des Körpers erspüren, Orte erkennen, an denen Probleme gespeichert sind, und den natürlichen Heilungsprioritäten folgen.

 

Ihren Ursprung hat CST in der osteopathischen Tradition (Schule von Dr. Still). In den 1930er Jahren war es W.G. Sutherland, der durch seine intuitive Arbeit die Grundlage der kranialen Osteopathie schuf.

 

In den 1970er Jahren wurde CST durch die 40-jährige Arbeit von Dr. John E. Upledger zu einer eigenständigen Disziplin. Heute existieren zwei Hauptansätze: der biomechanische Ansatz (John E. Upledger) und der biodynamische Ansatz (Franklyn Sills), die sich bei der Suche nach optimalem Wohlbefinden kombinieren lassen und so das Wirkungsspektrum erweitern.

 

Durch sanfte Berührung lösen die Behandelnden Einschränkungen im craniosacralen System, was nachweislich die Funktion des zentralen Nervensystems sowie vieler anderer Körpersysteme verbessert – darunter das Verdauungs-, Muskel-Skelett-, Atem- und Kreislaufsystem und weitere.

Einige Beispiele dafür, wie CST helfen kann, finden Sie hier.

 

 

Craniosacrales System

 

Nur wenige Strukturen haben so großen Einfluss auf die Fähigkeit des Körpers, richtig zu funktionieren, wie das Gehirn und das Rückenmark, die das zentrale Nervensystem bilden. Und dieses zentrale Nervensystem wird stark vom craniosacralen System beeinflusst – den Membranen und der Flüssigkeit, die das Gehirn und Rückenmark umgeben, schützen und nähren.

 

Das craniosacrale System besteht aus den Knochen des Kopfes, der Wirbelsäule, des Gesichts und des Mundes sowie aus Faszien, feineren Membranen und den darin enthaltenen Flüssigkeiten. Es schützt und unterstützt die empfindlichen Gewebe unseres Nervensystems – wie das Gehirn, das Rückenmark und feine Nervenfasern – und ist mit dem gesamten Körper verbunden.

 

Der / die Therapeut*in nutzt seine / ihre Hände, um dieses System zu ertasten, indem er / sie sanft verschiedene Bereiche des Körpers abfühlt, um die Beweglichkeit und den Rhythmus der pulsierenden Gehirn-Rückenmarksflüssigkeit (Liquor) rund um Gehirn und Rückenmark zu beurteilen.

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Craniosacraler Rhythmus

 

Dabei handelt es sich um die subtile Pulsation des craniosacralen Systems, wenn die Gehirn-Rückenmarksflüssigkeit in einem dynamischen Kreislauf durch dieses System zirkuliert. Obwohl der Fokus auf dem Kopf und der Wirbelsäule liegt, kann die Behandlung an jeder Stelle des Körpers angewendet werden. Mit „lauschenden Händen“ spürt der*die Behandler*in, wie gut sich dieser Rhythmus im restlichen Körper widerspiegelt und was getan werden kann, um seine Funktion zu verbessern.

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